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Wer sich mit dem Erstellen von Webseiten beschäftigt, hat ganz sicher schon einmal etwas von strukturierten Daten bei Google oder anderen Suchmaschinen gehört. Es gibt verschiedene Arten der strukturierten Daten, die sich oft nach der verwendeten Suchmaschine richten.

Strukturierte Daten im SEO verwenden

Viel zu wenige Webseitenersteller nutzen die Chance der strukturierten Daten wirklich. Dabei sind sie gerade für die Suchmaschinen Google und Bing sehr hilfreiche Elemente, um ein gutes Ranking für die Webseite zu erzielen. Strukturierte Daten dienen dazu, Informationen an die Suchmaschine zu übermitteln. Sie sollen aussagekräftige Ergebnisse für die Besucher anzeigen und gleichzeitig das Suchergebnis verschönern. Allerdings wird durch die Auszeichnung mehr Platz für das eigene Suchergebnis veranschlagt. Daraus resultierend, wandern alle weiteren Ergebnisse weiter aus dem sichtbaren Bereich nach unten.

Arten der strukturierten Daten

Bei den strukturierten Daten gibt es drei verschiedene Varianten. Sie beziehen sich auf die Auszeichnung nach dem Schema.org. Es sind die Varianten

– Mikroformate (HTML),
– RDFa (HTML5) und
– JSON-LD (JavaScript).

Hinter dem Begriff Schema.org verbirgt sich ein Portal, welches Markups zur Auszeichnungsvokabel von strukturierten Daten ausgibt. Entstanden sind sie in Zusammenarbeit der grössten Suchmaschinen, zu denen Google, Bing und Yahoo gehören. Seit 2011 arbeitet auch die Suchmaschine Yandex mit den grössten Suchmaschinen zusammen. Durch dieses Portal können die Webseiteninhalte leichter bearbeitet werden. Die Zusammenarbeit der Suchmaschinen sorgt dafür, dass keine weiteren Auszeichnungsmethoden einbezogen werden müssen.

Begriffserklärung der drei Varianten

Mikroformate führen die Auszeichnung im HTML-Code durch. Sie sind die älteste Variante und werden von den Webseitenerstellern immer seltener verwendet. Die strukturierten Daten werden mithilfe der Schema.org-Vokabeln erzeugt. Im Quellcode kann der Anwender erkennen, was genau ausgezeichnet wurde. Der grösste Nachteil dieser Variante ist allerdings die Länge des Quelltextes und damit die Höhe der Ladezeit. Da die Ladezeit im Ranking Faktor eine große Rolle spielt, raten die meisten Experten inzwischen von der Anwendung der Mikroformate ab.

RDFa ist ein Kürzel für Resource Description Framework in Attributes. Bei dieser Variante geht es ebenfalls um Mikroformate, die allerdings direkt im Quelltext eingebunden werden. RDFa wird unter anderem von Facebook genutzt. Auch wenn dieses Format neuer ist als das reine Mikroformat, hat es sich trotzdem bei den Anwendern nicht richtig durchgesetzt, obwohl die Verwendung auch für Anfänger durchaus leicht verständlich ist. Sie müssen lediglich Ihre Internetseite über Google Search Console einrichten, um dann über den Pfad „Darstellung der Suche“ -> „Data Highlighter“ Ihre Auszeichnungen vorzunehmen. Es werden verschiedener Auszeichnungsmöglichkeiten angeboten, unter denen Sie wählen können.

Die dritte Variante ist JSON-LD. Dieses Kürzel steht für JavaScript Object Notation for Linked Data. Dieser Code kann einfach und unkompliziert in die Webseite integriert werden. Dafür stehen Ihnen als Anwender verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können über den -Bereich gehen, Plugins verwenden oder Ihre Auszeichnungen über den Google Tag-Manager einfügen.
JSON-LD ist die bevorzugte Variante von Google. Sehr wahrscheinlich werden Seiten mit JSON-LD besser bewertet als andere Auszeichnungsmethoden.

Mögliche Inhalte der strukturierten Daten

Über die verschiedenen Varianten der strukturierten Daten lassen sich zahlreiche Inhalte auszeichnen. Begonnen hat das Ganze einmal mit wenigen Möglichkeiten. Es konnten lediglich Artikel oder Produkte organisiert werden. Im Laufe der Zeit wurde die Liste immer länger und es gibt zahlreiche Unterkategorien. Dazu gehören zum Beispiel Artikel, Veranstaltungen, E-Mail-Nachrichten oder Blogeinträge.

Unterstützung von SEO durch strukturierte Daten

Strukturierte Daten können Sie vielseitig verwenden. Sie können durchaus auch Ihr SEO indirekt unterstützen. Das liegt ganz einfach daran, dass eine gut ausgezeichnete Seite nicht nur bei Google punkten kann, sondern auch bei den Besuchern beliebt ist. Durch strukturierte Daten verbessert sich ausserdem das Suchergebnissnippet im Rahmen der SERPs. Das geschieht durch die Anzeige von diversen Bewertungen, Bildern oder Breadcrumbs. Im mobilen Bereich sind vor allem die Anzeigen der Rich Cards von grosser Wichtigkeit. Für Anwender, die nach Informationen zum Unternehmen suchen, sind die Knowledge Graphs wichtig.

Suchergebnisse, die durch verschiedene Auszeichnungen entstanden sind, haben einen positiven Einfluss auf die Click-Trough-Rate. Damit werden mehr Besucher von den Seiten angezogen. Eine gute Klickrate wirkt sich wiederum im Ranking aus, was zu positiven Signalen führt und damit wieder zu mehr Besuchern. Strukturierte Daten fügen sich in den Kreislauf harmonisch ein und beeinflussen ihn positiv.

Strukturierte Daten für das Ranking

Strukturierte Daten sind kein direkter Ranking Faktor, trotzdem haben sie einen positiven Einfluss darauf. Voice Search nimmt im Moment immer mehr zu und ist bei den Besuchern sehr beliebt. Hier machte es sich bemerkbar, wenn strukturierte Daten verwendet werden, da die Lesbarkeit für die Besucher deutlich verbessert wird. Das Gleiche gilt für die Sprachalgorithmen dieser Daten. Sie können bedeutend einfacher verarbeitet und ausgegeben werden, wenn der Quellcode strukturiert ist. Auch das macht sich wieder bei der Besucheranzahl und damit beim Ranking bemerkbar.

Wissenswertes zu strukturierten Daten

Wer sich nicht die Mühe machen möchte, alles per Hand einzutragen, hat die Möglichkeit, sich diese Arbeit von einem Generator abnehmen zu lassen. Für alle Varianten der strukturierten Daten gibt es unterschiedliche Generatoren, die über Google zu finden sind.
Wenn Sie Ihre Daten per Hand eingeben, sollten Sie diese genau auf Fehler überprüfen. Das Tool „Google Testtool für strukturierte Daten“ ist eine gute Hilfe. Hier können Sie entweder das Code-Snippet oder die URL überprüfen lassen. Nach der Überprüfung werden dem Anwender die Quelltexte und die strukturierten Daten ausgegeben. Dabei werden mögliche Fehler aufgezeigt.

Strukturierte Daten einbinden

Am einfachsten können strukturierte Daten über den Google Dateimanager eingebunden werden. Dazu muss lediglich dem Quelltext neben dem Tag-Manager Container noch ein zusätzliches „Data Layer“ zugesetzt werden. Der „Data Layer“ dient dazu, die Daten der Seite zu sammeln. Sowie der „Data Layer“ mit dem Google Tag-Manager verbunden ist, können die Daten auch über den CSS-Selektor ausgezeichnet werden. Allerdings muss dazu ein weiterer Programmhintergrund installiert werden.

Fazit

Professionelle Webseiten kommen an strukturierten Daten nicht vorbei. Wenn Sie keine strukturierten Daten verwenden, bedeutet das gleichzeitig Verlust im Ranking, auch wenn strukturierte Daten kein ausgesprochener Ranking Faktor sind. Wenn Sie Ihre Internetseite aktualisieren oder verändern, sollten Sie auf jeden Fall daran denken, dass auch die strukturierten Daten aktualisiert werden. Es gibt für jedes CMS-System Plugins, die bei der Einbindung strukturierter Daten hilfreich sind. Mit welchem System sie arbeiten möchten, müssen Sie selber entscheiden. Die Ergebnisse sind immer die gleichen und der Einfluss auf das Ranking gleich hoch.

Kategorien: Allgemein

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